DenkerundDichter — 18.01.11, 15:57:03

herbst

Herbst

Der Tag ist voll keifender Böen
Die um die Häuser der leblosen Siedlung driften
So wie deinen empfindlichen Mädchenhüften
Geplagt vom zittern, in Kälte zu stehen

Welch unglücklich lange Zeit war Sonnenschein
Bis das Herbstlied mit all Bitterkeit angestimmt wurde
Vom ersten Blätterfall hin zu ganzer Laubhorde
Nun ist das Vaterland kahl im zerronnenen Wein

Und du hast die leere Straße der fremden betreten
Bei deinem weg der Einsamkeit durchs stählerne Reich
Begleitet dich ein Blick von Schock, so traurig und bleich
Ausgegrenzt von Zäunen und Staketen

Dennoch scheint geneigt Lärm fern
Das Kinderlachen, Geräusche nasser Straßen
Es ertönt nicht mal der wind über dem Rasen
Schönheit drängt, sich Heute zu Verwehrn

Die Todessüchtigen flüchten in Verstecke
Um sicher zu sein, vor Unbehageneines Außenwelt Biss
In der, so schaurig es klingt jeder sein eigen Held is
Jeder, der seltsame, introvertierte oder kecke.

Wälderzüge liegen im dumpfen blau
Jegliche Sicht stumpf und unscharf, fast schlicht
Ja, nur der Herbst hält was er verspricht
Und öde versiegt der Himmel im grau

Autor: Häuptling durch den Kakao gezogen
Sprecherin: Anika
Musik: Kendra Springer - Hope (podfrei Jamedo)
Hört rein!

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