DenkerundDichter — 07.10.10, 22:20:34

baeume von anika

Es ist einmal wieder Zeit für etwas besonderes hier im Podcast. Eine Geschichte ist neben all den Gedichten entstanden. Eine Geschichte voll Weisheit. Eine Geschichte voll Posie. Die Geschichte

"Bäume
die Seele des Baumes
Seelenwanderung
Seelen der Natur"

von unserer Anik a interpretiert vom Denker.
Ein Hörgenuss für den es sich lohnt sich Zeit zu nehmen. Wie für alle die Werke, die im Laufe der Zeit hier im Denkerpodcast erklungen sind. Ich danke hierbei allen Dichtern, die dies möglich machen. Allen Sprecherinnen und Sprecher für ihre Stimmen, ihre Kreativität beim Umsetzen der Werke. Danke an alle! Die Hörmomente dieser eigenen Art hier möglich machen. Dank auch an Sie, Hörer, da draußen. Würde mich freuen, wenn Sie bei Podster oder direkt auf der Seite auch Rückmeldung geben. Wir sind über jedes Echo dankbar. Freuen uns auch über Ihre Sterne! Denn wir sind bei allem, was wir tun Laien, die in Ihrer Freizeit diese Hörerlebnisse erst möglich machen. Die Spaß daran haben, Sie zu entführen und mit zu nehmen auf unser Kopfkino.
Und nun sind der Worte genug gewechselt: Nun kommt die Geschichte:

Bäume
die Seele des Baumes
Seelenwanderung
Seelen der Natur

Ich bin nun ein Baum.Geboren um an dieser mir vorgegebenen Stelle zu verweilen.Mein Leben zu erleben von dieser einen Stelle.Ist es eine Prüfung?Eine Prüfung für meine Seele?Ich hatte schon vielerlei Gestalt in meinem Leben,ja in meinem langen Seelenleben.Einst ein Schmetterling.Kein langes aber um so schöneres,glückliches Leben hatte ich geführt.Dort in der Schmetterlings-Gestalt hatte sich meine Seele wohl gefühlt.Allerlei Blumen habe ich jeden Tag besucht.Viel gesehen von der Welt.Wiesen,Felder,Seen,Blätter,Sträucher,Wolken und Bäume.Auf ihnen saß ich besonders gern.Ja sehr viel habe ich gesehen.Und nun ein Baum?Wie soll ich mich nur daran gewöhnen nun hier zu stehen,hier fest an dieser einen Stelle?Wo ich doch nicht nur als Schmetterling so viel gesehen,mich so viel bewegt..gedreht..Nein einst war ich ein Wolf,frei und wild.Habe des Nachts den Wald mein eigen genannt.Lief umher,begrüßte angemessen den Mond und erfreute mich an meiner Freiheit.Ja frei war ich.Und nun?Und nun ein Baum.Wie soll ich?Wie soll ich so glücklich werden?Wie soll ich so fröhlich sein?So fröhlich wie einst als Schlange?Ja man mag es kaum glauben,es gibt fröhliche Schlangen und ich war eine davon.Denn ich konnte den lieben langen Tag mit meinem Lieblingsspiel verbringen.Dem Baumtanz.Das machte ich am liebsten.Mich von Ast zu Ast zu schlängeln rund herum in meinem Rhythmus, zu meiner Musik,in meinem Takt. Schlängel schlängel rund herum schlängel schlängel oben auf schlängel schlängel wieder drunter schlängel schlängel wieder rauf. Ach war ich da glücklich.Und nun ein Baum?Kann mich nicht drehen ,nicht fliegen, nicht gehen, nicht tanzen nur stehen.So soll ich jemals froh werden.So froh wie ich einst als Vogel war.Die Lüfte meine Welt nannte.Den ganzen Tag fröhlich Lieder sang.Ja da saß ich,saß auf meinem hohen Ast und besang die Welt.Flog ein Stück,um sie mir anzusehen,setzte mich wieder und erzählte davon,erzählte von der Welt,erzählte was ich gesehen. Auch dort ,in des Vogels Gestalt, hatte sich meine Seele wohl gefühlt.Ja sehr sogar.Und nun?Und nun ein Baum?Nur ein Baum........Nur ein Baum?Sprach´s plötzlich, mit verschiedenen Stimmen,aus verschiedenen Richtungen,aber doch im Chor,wie aus einem Mund.Und nochmal.Nur ein Baum?Fragte nunmehr e i n e Stimme,plötzlich ganz nah.Du bist nicht n u r ein Baum.Du gehörst zu meiner Welt,sprach ein schöner Schmetterling,der sich auf einen Ast des Baumes nieder gesetzt hatte.Du bist mein liebstes zu Hause,lässt mich auf dir ruhen,gibst mir Halt und bist so schön mit all deinem Grün.Nein du bist nicht n u r ein Baum,du bist meine Welt.........Und ein wenig Harz lief die Rinde des Baumes entlang....Ist das wirklich so?Ich bin mir nicht sicher.Doch nicht nur ein Baum?........N u r ein Baum?Sprach nun ein Wolf zu meinen Füßen.Nein du bist nicht n u r ein Baum.D u.Du bist ein Teil von etwas großem.Ohne dich gäbe es keinen Wald.Denn nur durch die Existenz,Schönheit und Kraft des Einzelnen kann es das Ganze geben.Du der Baum gehörst zu meiner Welt,bist meine Welt.......Bin ich so viel?Oder doch nur ein Baum?Fragte ich mich nun.......Nur ein Baum?Nein nicht n u r ein Baum,flüsterte nun züngelnd eine Schlange,die sich schlängelnd um den Baum und nun um einen Ast bewegte.Du der Baum gibst mir Platz zum spielen.Auf dir spiele ich mein Lieblingsspiel.Kennst du es noch?Der Baumtanz,das Spiel das du einst selbst so liebtest.Ich schlängel mich von Ast zu Ast,rund herum, in meinem Rhythmus ,zu meiner Musik, in meinem Takt.Schlängel schlängel rund herum schlängel schlängel oben auf schlängel schlängel wieder drunter schlängel schlängel wieder rauf. Wie du siehst,nur mit dir kann ich so fröhlich sein.Du gibst mir diesen Platz des Glückes.Du gehörst zu meiner Welt.D u.Du bist meine Welt.......Ist das so?Nicht nur ein Baum?Fing ich nun an zu zweifeln,und mich zu fragen........Zweifle nicht,sang nun ein Vogel,der sich auf einem hohen Ast ,des Baumes, niedergelassen hatte.Du bist so viel.Jeden Tag mein Begleiter;mein Heim,mein Platz.Von dir aus erzähle ich die Welt.Erzähle auch dir davon.Besinge was ich vorher gesehen,bei meinen kleinen Ausflügen.Doch kehre ich immer wieder zu dir zurück.Denn nur mit deiner Hilfe kann ich von der Welt berichten.Du bist ein Teil dieser Welt.Du bist meine Welt........Ja ich fühle es.Meine Zweifel beginnen zu schwinden.Doch noch ein wenig Zweifel bleibt.Die Welt soll ich sein?Die Welt,ein Teil davon.Doch sehe so wenig davon
s e l b s t .Kann nur hier stehen,nicht gehen,nicht tanzen,nicht drehen,nur stehen..........Nur stehen?Nicht tanzen,nicht gehen,nicht drehen?Sprach nun die Luft,die Weite,die Welt zu ihm.Das alles sollst du nicht können?Doch,doch mein lieber Baum,das alles kannst auch du.Versuche es,entfalte dich in mir.Strecke deine Äste,bewege sie im Wind.In deinem Rhythmus,zu deiner Musik,in deinem Takt.Und wachse,entfalte dich weiter.Dann wirst auch du die Welt sehen und in ihr tanzen.Dich drehen und gehen und niemals nur stehen.

(c)anik a.fabia n.

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  1. Kommentar von @ November 25, 2010, 20:35 Meine Lieblingsgeschichte hier! Macht weiter so!

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